Allgemeine Informationen zu QoL

1. Schritt:


Starten Sie eine Befragung.

Das geht direkt am Tablet (RIS), aber auch per Remote Interview aus dem Verwaltungsprogramm RASA heraus.

2. Schritt:


Sobald die Befragung auf dem Tablet abgeschlossen ist, werden die Daten auf dem Server gespeichert.

Das System prüft die Ergebnisse (Score) auf die Überschreitung festgelegter Cut-Offs.

3. Schritt (A):


Wenn kein Cut-Off überschritten wird, und der Patient auch keine psychoonkologische Betreuung wünscht, ist keine Nacharbeit erforderlich und die Befragung wird in der Datenbank archiviert.

3. Schritt (B):


Wenn jedoch ein Cut-Off überschritten wird,werden Sie nach Beendigung der Befragung benachrichtigt.

meQ bietet nun für die Weiterverfolgung des Prozesses mehrere Optionen an.

4. Schritt:


Der Psycho-Onkologe wird verständigt und kann im Patientenprofil die aktuelle und alle vorangegangen Befragungen einsehen.

5. Schritt:


Zur geforderten Dokumentation der psycho-onkologischen Intervention kann der Psycho-Onkologe das in meQ integrierte PO-Bado-Formular verwenden.

Zugangsberechtigungen und ein flexibles Rechte-Management gewährleisten den Datenschutz.

6. Schritt:


Die vom Qualitätsmanagement geforderten Berichte werden mit geringstem Aufwand generiert. Jede Befragung wird dokumentiert und ist im digitalen Archiv nachvollziehbar und belegbar.

PRO – Patient reported outcome

Insbesondere bei chronischen Erkrankungen sowie in der palliativen Krebstherapie hat die Erhaltung bzw. Verbesserung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität („health related Quality of Life“) einen hohen Stellenwert.

Validierte Fragebögen ermöglichen die Objektivierung und Vergleichbarkeit des Parameters „Lebensqualität“ – nicht nur in klinischen Studien, sondern auch in der individuellen Verlaufskontrolle.

 

S3-Leitlinie (Kapitel):

Kontrollierte Studien sprechen für den Nutzen einer Routine-Erfassung der LQ in der klinischen Patientenversorgung – hinsichtlich Patientenzufriedenheit und Verbesserung der Arzt-Patient Kommunikation ohne erhöhten Zeitaufwand (556-558). Die systematische Erfassung von PRO Informationen verbessert die frühzeitige Identifizierung von Symptomen, Problembereichen und Therapie-Nebenwirkungen und hat Einfluß auf Therapieentscheidungen, vor allem bei einem palliativem Therapieziel (556)(559). In fortgeschrittenen Krankheitsstadien stellt die vom Patient selbst geschätzte HRQL einen unabhängigen prognostischen Prädiktor dar (560-564), der in den Behandlungspfaden einbezogen werden sollte. Zur Messung der Lebensqualität sind geeignete standardisierte (generelle und spezifisch für Magenkarzinom) Fragebögen einzusetzen, welche die Lebensqualität im Selbsturteil des Patienten abbilden und die körperliche, psychische und soziale Funktionen, sowie Symptome wie Fatigue, Schmerzen, Appetit und Übelkeit erfassen (565).

 

 

Durch computergestützte Verfahren in der Lebensqualitätserfassung ergeben sich neue Möglichkeiten des Einsatzes auch in der klinischen Routine. Über die computeradaptierte Testung auf der Basis von Touchscreenverfahren kann die Anzahl der zu beantwortenden Fragen aufgrund eines Algorithmus basierend auf der Schwierigkeit der Einzelfragen reduziert werden. Dies erlaubt die Erstellung eines individuellen Lebensqualitätsprofils auf der Basis von nur wenigen Fragen, was bspw. im Bereich der Palliativmedizin von großem Nutzen sein kann [97].‏

aus: Weis J. Krankheitsverarbeitung und Lebensqualität. Onkologische Pflege. Stuttgart: Thieme; 2008. S. 332–40.‏
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/032-051OLl_S3_Psychoonkologische_Beratung_Behandlung_2014-01_1.1.pdf Seite 35, Kapitel 5.1‏
Langfassung der S3-Leitlinie "Psychoonkologische Diagnostik, Beratung und Behandlung von erwachsenen Krebspatienten", Version 1.1 – Januar 2014, AWMF-Registernummer: 032/051OL Download: http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-051OL.html

 

Kosteneinsparung

Der Prozess beinhaltet die manuele Dateneingabe, Kontrolle der Datenqualität, Auswertung und Score-Berechnung, Dokumentation und Archivierung. Schon ab 2 Befragungs-Prozessen am Tag lohnt sich die Digitalisierung der einzelnen Schritte. Die rote Linie stellt die Kosten des manuellen Aufwandes dar, die grüne Linie die Kosten von meQ.

 

Daten in Echtzeit

Mit meQ generieren Sie umgehend verwertbare Daten. Sobald der Patient die Befragung auf dem Tablet abgeschlossen hat, werden die Ergebnisse sofort in die Datenbank auf dem meQ-Server übertragen. Von dort sind diese von jedem berechtigten PC aus abrufbar. Die Befragungs-Ergebnisse können als tabelarische Darstellung der Fragen und Antworten angezeigt werden oder beispielsweise auch in Diagrammen.

Genauso können die aktuellen Ergebnisse in Beziehung zu vorherigen Befragungen des Patienten angezeigt werden um Trends und Entwicklungen zu erkennen.

 

Multilinguale Befragungen

Die Validität der Antworten der Befragung hängt maßgeblich von dem Verständnis der Fragen ab. Bei der bunten Bevölkerung in Europa, ist die Befragung der Patienten in der von ihnen bevorzugten Sprache optimal. Aus Kosten-, Verwaltungs- und nicht zuletzt aus Platzgründen wird die Auswahl der Sprachen bei Papierfragebogen meist entweder stark reduziert oder gar auf eine Sprache begrenzt. meQ dagegen ist komplett multilingual - ohne zusätzlichen Kosten.

 

Vorteile des digitalen Systems

Ein großer Vorteil des meQ-Systems liegt in seiner einfachen Bedienung. Die Befragungssoftware auf dem Tablet kann auch von IT-unerfahrenen Patienten problemlos bedient werden.
Die hohe Zuverlässigkeit des Systems garantiert Ihnen verwertbare und vergleichbare Daten und ist durch automatische BackUps aller Werte, Berichte und Befragungen zusätzlich gesichert. Die vielfätigen Funktionen erlauben es, das System an ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen um es so optimal in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren.

 

Konnektivität

Das Funktionsprinzip von meQ ist denkbar einfach. Die Patienten bekommen ein Tablet auf dem die Befragungen durchgeführt werden. Das Tablet schickt die Daten an den meQ-Server wo sie für die angeschlossenen Personal-Computer zur Verfügung stehen. Diese Verbinung kann über

  • LAN
  • WLAN
  • oder auch GPRS

hergestellt werden.

Selbst wenn keine Verbindung besteht können Sie weiterhin Befragungen durchführen. Sobald das Tablet wieder Zugang zum Netzerk hat, überträgt es selbstständig die Daten an den Server. Zur Sicherheit kann auch eingestellt werden dass alle (anonymisierten) Befragungsdaten vom Tablet gelöscht werden wenn die Verbindung zum Server längere Zeit unterbrochen ist.

 

 

Patienten-Identifikation

Indentifikation des Patienten mittels RFID-Karte

Das meQ-System unterstützt verschiedene Modi um einen Patienten am Tablet anzumelden und den für ihn/sie bestimmten Fragebogen aufzurufen:

  • LogIn mit Pin und Code: der Patient gibt selbstständig seine Accountdaten, bestehend aus einer PIN und einem Zahlencode, direkt auf dem Tablet ein und startet damit die Befragung
  • Persönliche RFID-Karten/Tags: Der Patient meldet sich mittels RFID (Radio-Frequency Identification) am Tablet an. Dazu hält er einfach die RFID-Karte oder ein anderes RFID-Tag an das Lesegerät
  • Barcode: Über das Einscannen eines Barcodes, z.B. aus der Patientenakte, kann der vorher festgelegte Fragebogen auf dem Befragungs-Tablet gestartet werden.
  • Remote Interview Start vom Personal-Rechner aus. Das Praxis- oder Klinik-Personal kann den Fragebogen vom eigenen Arbeitsrechner aus über das Netzwerk direkt auf dem Tablet starten.

 

 

Multilingualität

Jeder Patient kann in der von ihm bevorzugten Sprache befragt werden. Bereits beim Anlegen eines Patienten kann diesem eine Sprache zugewiesen werden. Auf diese Weise werden Kommunikations- und Verständnis-Probleme beim Ausfüllen der Fragebogen minimiert, und die Validität der erhobenen Daten gewährleistet.

 

 

Befragungen

meQ ist für den Einsatz verschiedenster Befragungs- und Testinstrumente geeignet. So können mit meQ z.B. die Lebensqualitätsmessung, psychologische Tests oder Qualitätssicherungs-Umfragen durchgeführt werden:

  • Personalisierte Befragungen (PSO, QoL, krankheitsspezifische Fragebogen, Dash, etc.)
  • Anonymisierte Befragungen (Patientenzufriedenheit, Beschwerde-Management)
  • Eigene Formulare (Anamnese, Anmeldebogen, etc.)
  • Unterstützung von TAPI und CAPI

 

 

Validierte Instrumente

Messung der Lebensqualität mit FACIT oder EORTC (QoL-Reihe)
Screening der psycho-sozialen Belastung mit DST (Distress-Thermometer), FBK-R10, FBK-R23, etc.

 

 

Benutzer-Management

meQ bietet Ihnen ein flexibles System für die Einrichtung diverser Zugriffsrechte. Die Software kann so eingerichtet werden, dass sensible Patienten-Informationen und Befragungsergebnisse nur für jene Personalgruppen einsichtbar sind die diese Daten auswerten oder mit diesen weiterarbeiten.

 

 

Scores, Berichte und Auswertungen

meQ bieten Ihnen umfangreiche Funktionen und Möglichkeiten zur Generierung von Berichten. So z.B.:

  • Individuelle Verlaufskontrolle & Verfolgung von Trends im Krankheitsverlauf
  • Optimierung der Patientenbetreuung auf Basis der erhobenen Daten
  • Aggregierte und/oder individuelle Statistiken für Monats-, Quartals- und Jahresberichte
  • Exportfunktion für weitere wissenschaftliche Auswertungen und Weiterverarbeitung in Excel und SPSS
  • etc.

 

 

Echtzeit-Monitoring & Alarmfunktion

Ist die Befragung des Patienten abgeschlossen, können die Ergebnisse direkt auf dem Bildschirm oder im Ausdruck angesehen werden. Die Erstellung des Berichtes und die Umsetzung in eine Grafik (z.B. als Balken-Diagramm etc.) erfolgt automatisch.

Zudem können die Ergebnisse in Echtzeit auf die Überschreitung möglicher kritischer Werte hin überprüft werden. Wird dann ein solcher Wert festgestellt zeigt das System auf dem Personal-Rechner eine Warnung mit möglichen Optionen an. So können z.B. bei der Indikation erhöter seelischer Belastungen bei einem Patienten sofort der psycho-onkologische Dienst verständigt werden.

 

 

 

Workflow meQ

 

  1. Der Patient füllt den Fragebogen am Tablet aus
  2. Die Ergebnisse werden automatisch an den meQ-Server übetragen und archiviert
  3. Die im System berechtigten Personen können direkt auf die Befragung zugreifen

Workflow Papierfragebogen

 

  1. Der Patient erhält den Fragebogen vom Personal
  2. Der Patient füllt den Fragebogen aus
  3. Der Patient gibt den Fragebogen an das Personal zurück
  4. Die Daten vom Personal in die Datenbanken beziehungsweise die Software übertragen
  5. Der Fragebogen wird ausgewertet
  6. Der Fragebogen wird archiviert

 

 

meQ

Papierfragebogen

eindeutig und vollständig ausgefüllte Befragungen unvollständig oder mehrdeutige Antworten möglich
keine Verständinisprobleme durch Multilingualität Fragebogen meist nur in einer Sprache vorhanden
eindeutige Zuordnung von Patienten & Fragebogen Befragungsblatt kann verloren gehen oder falsch abgelegt werden
Auswertungen und Berichte sind sofort verfügbar Fragebogen muss erst ausgewertet und digitalisiert oder kopiert werden
Befragungshistorie oder Vergleichswerte können
direkt im System angesehen werden (Trend)
 
Verteilung der Ergebnisse durch Benutzermanagement  
mehrere Befragungen zeitgleich möglich  
Datensicherheit durch Verschlüsselung und sichere Übertragung  
Weniger Papierverbrauch  
keine fehlerhaften Daten durch direkte Übetragung Bei der Digitalisierung der Papierfragebogen können Übertragungsfehler passieren
Jede Befragung ist jederzeit verfügbar und schnell abrufbar  
Auswertungen und Berichte sind sofort verfügbar  
verschiedene Arten der Patienten-Identifikation (Remote, RFID, Bar-Code, PIN/ID)  
Entlastung der Mitarbeiter  
Senkung der Kosten  
Problemlose Einbindung in bestehende Netzwerke  

 

 

QoL-Empfehlung für Brustkrebs-Zentren

Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms Langversion 3.0, Aktualisierung 2012 AWMF-Register-Nummer: 032 – 045OL

 

In Kapitel 6.2.2. Psychoonkologische Versorgungskonzepte und Interventionen wird empfohlen (Empfehlungsgrad B):

Die Lebensqualität der Patientin sollte im Krankheitsverlauf regelmäßig beurteilt werden. Level of Evidence 2a"


Weiter folgt:

"Es hat sich als hilfreich erwiesen, neben den klassischen Parametern auch die Lebensqualität für die Beurteilung und Planung der Diagnostik und
Therapiemaßnahmen mit einzubeziehen. Für die Erfassung der Lebensqualität können neben dem ärztlichen Gespräch auch strukturierte und standardisierte Fragebögen."

 

Instrumente:

  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • FACT- Functional Assessment of Cancer Therapy General

 

Verweis:

Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms Langversion 3.0, Aktualisierung 2012 AWMF-Register-Nummer: 032 – 045OL

 

Link:

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Mammakarzinom.67.0.html

 

 

QoL-Empfehlung für Darmkrebs-Zentren

In der S3 Leitlinie für Kolorektales Karzinom sind keine direkte Empfehlung zur Messung der Lebensqualität zu finden. Jedoch wird im Kapitel 7.9. Psychoonkologische Aspekte darauf hingewiesen, dass:

 

„Ein beträchtlicher Prozentsatz psychischer Störungen bei Tumorpatienten wird nicht zutreffend diagnostiziert und bleibt unzureichend behandelt mit nachteiligen Auswirkungen auf körperliches Befinden, Funktionsstatus, Beschwerden (Schmerzen, Übelkeit, Fatigue) und die Lebensqualität der Patienten. Deshalb sollte das psychische Befinden der Patienten regelmäßig im Krankheitsverlauf, d.h. in allen Krisenphasen und zu Zeiten mit erwartbar hoher Belastung ermittelt werden.... Weiterführend wird auf die S3-Leitlinie Psychoonkologie hingewiesen."

 

Instrumente:

Aus dem „weiterführenden Hinweis auf die S3-Leitlinine Psychoonkologie" sind folgende Instrumente zur Messung der Lebensqualität zu entnehmen:

  • SEIQOL - The Schedule for the Evaluation of Individual Quality of Life von Waldron
  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • FACT- Functional Assessment of Cancer Therapy General
  • SF-36 - Short Form (36) Gesundheitsfragebogen

 

Verweis:

S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom Version 1.1 – August 2014 AWMF-Registernummer: 021/007OL

 

Link:

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_KRK_Langfassung_1.1.pdf

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_KRK_Langfassung_1.1.pdf

QoL-Empfehlung für Gynäkologische Zentren (Ovarialkarzinom)

In der S3-Leitlinie Ovarialkarzinom, Kapitel Therapiemonitoring findet man ein Konsensbasiertes Statement 8.9 (KKP):

 

„Zur Identifikation von Schwierigkeiten in der Behandlung kann die systematische Erfassung der Lebensqualität der Patientin hilfreich sein."

 

Ergänzend zur Empfehlung folg:

„Die Lebensqualität der Patientin sollte im Verlauf der Therapie und Nachsorge regelmäßig beurteilt werden."

Im Kapitel 10.2 Psychoonkologie wird noch darauf hingewiesen, dass "Während des Krankheitsverlaufs sollte die Lebensqualität der Patientin regelmäßig für die Beurteilung und Planung von diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen evaluiert werden. Dazu können neben dem ärztlichen Gespräch standardisierte Fragebögen hilfreich sein" [Velikova].

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/020-007OL.html

 

Instrumente:

In der Leitlinie sind keine Instrumente genannt, jedoch wird es auf die S3 Leitlinie für die Psychoonkologie verwiesen, die folgende Instrumente für die Messung der Lebensqualität anbietet:

  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • FACT- Functional Assessment of Cancer Therapy General
  • SF-36 - Short Form (36) Gesundheitsfragebogen

 

Verweis:

S3-Leitlinie Diagnostik,Therapie und Nachsorge maligner Ovarialtumoren Version 1.1 - Juni 2013 AWMF-Registernummer: 032/035OL

 

Link:

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_OvCA_OL_Langversion.pdf

QoL-Empfehlung für Kopf-Hals-Zentren

In der S3 Leitlinie Mundhöhlenkarzinom, im Kapitel 3.7. Nachsorge und Rehabilitation 3.7.1. Nachsorge ist eine auf dem starken Konsens basierende Empfehlung 86. (GCP Starker Konsens) zu finden, die besagt:

 

„Als maximale Nachsorgeintervalle sollten auch bei Beschwerdefreiheit für das 1. Und 2. Jahr 3 Monate und das 3. bis 5. Jahr 6 Monate eingehalten werden. Für jeden Patienten sollte ein strukturierter individueller Nachsorgeplan erstellt werden. Die Lebensqualität der Patienten sollte in regelmäßigen Abständen erfragt werden. Nach dem 5. Jahr sollten die üblichen Früherkennungsmaßnahmen zur Anwendung kommen."

 

In der Leitlinie sind keine genaueren Angaben zu den Instrumenten der Messung der LQ genannt, jedoch verweisen sie sich auf die S3 Leitlinien der PSO. In PSO Leitlinie sind folgende Instrumente erwähnt:

 

Instrumente:

Die Instrumente für ein Screening zu psychischen Belastungen wurden in der S3-Leitlinie für Psychoonkologie aufgelistet:

  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • FACT-G Functional Assessment of Cancer Therapy - General
  • SF-36- Gesundheitsfragebogen

 

Verweis:

Mundhöhlenkarzinom "Diagnostik und Therapie des Mundhöhlenkarzinoms" AWMF-Register-Nummer (007-100OL) Version 2.0 12.2012

 

Link:

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/S3-Mundhoehlenkarzinom-OL-Langversion_.pdf

 

 

QoL-Empfehlung für Leberkrebs-Zentren

In In der S3-Leitlinie zum hepatozellulären Karzinoms, Kapitel 3.7.4.2. Erfassung der Lebensqualität ist die Konsensbasierte Empfehlung 3.86 (GCP) zu finden. Diese lautet:

„Die Lebensqualität aus Patientensicht sollte wiederholt im Krankheitsverlauf erfragt werden."


Ergänzend zur Empfehlung folgt:

„Ergänzend zu den klassischen Parametern für die Beurteilung und Planung von Diagnostik und Therapiemaßnahmen haben Patienten-generierte Informationen (PRO = patient reported outcome) zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQL) einen hohen Stellenwert. Kontrollierte Studien sprechen für den Nutzen einer Routine Erfassung der LQ in der klinischen Patientenversorgung – hinsichtlich Patientenzufriedenheit und Verbesserung der Arzt-Patient Kommunikation ohne erhöhten Zeitaufwand" [Velikova, Measuring quality of life in routine oncology practice 2004]

 

Instrumente:

  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • FACT- Functional Assessment of Cancer Therapy General
  • SF-36 - Short Form (36) Gesundheitsfragebogen
  • EORTC QLQ–HCC 18 - Das Modul des hepatozellulären Karzinoms

 

Verweis:

Diagnostik und Therapie des hepatozellulären Karzinoms Version 1.0 – Mai 2013 AWMF-Registernummer: 032/053OL

 

Link:

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/S3-HCC-OL-Langversion-V1.0.pdf

QoL-Empfehlung für Magenkrebs-Zentren

In der S3-Leitlinie zum Magenkarzinom, Kapitel 3.15.2. Lebensqualität ist die Konsensbasierte Empfehlung 134 (Level of Evidence GCP) zu finden, die lautet:

„Die Lebensqualität sollte wiederholt im Krankheitsverlauf aus Patientensicht erfragt werden.


Ergänzend zur Empfehlung folgt:

„Ergänzend zu den klassischen Parametern für die Beurteilung und Planung von Diagnostik und Therapiemaßnahmen haben Patienten-generierte Informationen (PRO = patient reported outcome) zur gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQL) einen hohen Stellenwert. Kontrollierte Studien sprechen für den Nutzen einer Routine Erfassung der LQ in der klinischen Patientenversorgung – hinsichtlich Patientenzufriedenheit und Verbesserung der Arzt-Patient Kommunikation ohne erhöhten Zeitaufwand"

 

Instrumente:

  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • FACT- Functional Assessment of Cancer Therapy General
  • SF-36 - Short Form (36) Gesundheitsfragebogen
  • EORTC QLQ-STO 22 Gastric Module

 

Verweis:

Magenkarzinom „Diagnostik und Therapie der Adenokarzinome des Magens und ösophagogastralen Übergangs" AWMF-Register-Nummer (032-009OL) Langversion 02.2012

 

Link:

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/S3-Magenkarzinom-OL-Langversion.pdf

QoL-Empfehlung für Prostatakrebs-Zentren

In der S3-Leitlinie Prostatakarzinom Version 3.1, Kapitel 8. Psychosoziale Aspekte und Lebensqualität ist ein 8.6 Statement von 2009 mit Level of Evidence 4 über die die Erfassung und Quantifizierung der Lebensqualität zu finden: (es gibt es keine Empfehlung)

 

„Standardisierte Fragebögen ermöglichen die Erfassung und Quantifizierung der Lebensqualität. Zur Erfassung der krankheitsspezifischen Probleme von Prostatkarzinompatienten ist insbesondere das modulare Messverfahren der EORTC geeignet, bestehend aus dem Kernfragebogen QLQ-C30 und dem Prostatamodul QLQ-PR25. Beide Bögen liegen in deutscher Sprache vor und haben einen standardisierten Entwicklungs- und Validierungsprozess durchlaufen."
Gesamtabstimmung für das Statement liegt bei 100 %"

 

Ergänzend zur Empfehlung folgt:

„Die Zielgröße Lebensqualität rückt bei der Beurteilung therapeutischer Maßnahmen in der Medizin immer mehr in den Vordergrund und kann die Aussagekraft klinischer Studien über traditionelle klinische Endpunkte hinaus um komplexe und patientenrelevante Endpunkte erweitern. Ein Großteil der Patienten mit einem Prostatakarzinom wird im höheren Lebensalter diagnostiziert. Für diese Patienten kann die Lebensqualität sogar eine höhere Bedeutung erlangen als klassische „harte“ Endpunkte wie z. B. die reine Überlebenszeit.“

 

Im Rahmen der Zertifizierung von Prostatazentren wird auch vom Dachverband der Prostatazentren Deutschlands (http://www.dvpz.de ) die Verwendung des QLQ-C30 der EORTC + das Modul Prostata (QLQ-PR25) empfohlen

 

Instrumente:

Folgende Instrumente sind empfohlen:

  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • QLQ-PR25 Prostatamodul
  • FACIT Functional Assessment of Chronic Illness Therapy
  • FACT-G Functional Assessment of Cancer Therapy - General
  • FACT-P- For patients with Prostate cancer
  • SF-36- Gesundheitsfragebogen
  • PLC- Profils der Lebensqualität von chronisch Kranken

 

Verweis:

Interdisziplinäre Leitlinie der Qualität S3 zur Früherkennung, Diagnose und Therapie der verschiedenen Stadien des Prostatakarzinoms Langversion 3.1 – 2. Aktualisierung – Oktober 2014 AWMF-Register-Nummer 043/022OL

 

Link:

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_Zervixkarzinom_Langversion_1.0.pdf

 

 

QoL-Empfehlung für Viszeralonkologische Zentren (Pankreaskarzinom)

In der S3-Leitlinie zum exokrinen Pankreaskarzinom Version 1.0 – Oktober 2013, Kapitel 9.4. Beurteilung der Lebensqualität bei Patienten mit Pankreaskarzinom ist die Konsensbasierte Empfehlung 9.32 (Empfehlungsgrad D) von 2006 zu finden:

 

Zur Messung der Lebensqualität steht mit dem QLQ-C30 und dem zugehörigen spezifischen Pankreasmodul QLQ-PAN 26 ein geeignetes Instrument zur Verfügung

 

Instrumente:

  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • QLQ-Pan 26 Pancreatic cancer module

 

Verweis:

S3-Leitlinie zum exokrinen Pankreaskarzinom Version 1.0 – Oktober 2013 AWMF-Registernummer: 032/010OL

 

Link:

http://leitlinienprogramm-onkologie.de/uploads/tx_sbdownloader/LL_Pankreas_OL_Langversion.pdf

QoL-Empfehlung Lungenkrebs-Zentren

Die S3-Leitlinie für Lungenkarzinom ist zurzeit in Bearbeitung. Die Fertigstellung ist für den 31.10.2015 geplant.

http://www.awmf.org/leitlinien/detail/anmeldung/1/ll/020-007OL.html

 

Instrumente:

In der abgelaufenen Version der Interdisziplinären S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Krebsgesellschaft wurde auf die S3 Leitlinie der Psychoonkologie verwiesen. Diese bietet für die Messung der Lebensqualität der Patienten folgende Instrumente an:

  • SEIQOL - The Schedule for the Evaluation of Individual Quality of Life von Waldron
  • EORTC QLQ C30-Inventar - Quality of life questionnaire
  • FACT- Functional Assessment of Cancer Therapy General
  • SF-36 - Short Form (36) Gesundheitsfragebogen

 

Verweis:

S3-Leitlinie Kolorektales Karzinom Version 1.1 – August 2014 AWMF-Registernummer: 021/007OL

 

Link:

http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/020-007k_S3_Lungenkarzinom_Kurzfassung_2011-abgelaufen.pdf